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Digitale Werkzeuge, AGB und Datenschutz – Eine Lehrerin im «digitalen» Dilemma

Vor kurzem kam eine engagierte Lehrperson, nennen wir sie Anna, mit einer herausfordernden Frage auf mich zu. Sie war angehalten worden, ein neues digitales Tool für Prüfungen zu nutzen. Doch bevor sie beginnen konnte, musste sie den AGB des Anbieters zustimmen. Zu ihrem Unbehagen war die AGB auf Englisch geschrieben, was die Verständlichkeit erschwerte. Anna war sich unsicher, ob sie alle Konsequenzen wirklich verstand. Doch das war nicht das einzige Problem: Mithilfe von Tools wie IP Address Lookup und Hosting Check fand sie heraus, dass die Plattform ihre Daten auf Server in den USA übertrug.

«Was soll ich tun?» fragte sie mich. «Ich habe grosse Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Als Lehrperson muss ich den AGB zustimmen, sonst kann ich meinen Auftrag nicht erfüllen. Aber was passiert, wenn ich nicht zustimme? Verliere ich dann meinen Job?»

Diese Frage spiegelte ein Dilemma wider. Der Einsatz digitaler Werkzeuge wird immer häufiger vorausgesetzt, aber wie können wir sicherstellen, dass der Datenschutz dabei gewahrt bleibt, wenn selbst die Vertragsbedingungen schwer verständlich sind? Anna fragte sich auch, wie zuverlässig die Tools sind, die sie zur Überprüfung des Serverstandorts verwendet hatte. Könnte es sein, dass die Daten doch in der Schweiz bleiben?

Noch besorgniserregender war die Tatsache, dass die Plattform KI für die Korrektur der Prüfungen nutzte und dabei auf die Daten zugriff, um ihre Algorithmen weiter zu trainieren. «Was, wenn Unternehmen wie Google oder andere grosse Player potenziellen Zugriff auf diese Daten haben?» fragte sie weiter. Der Gedanke, dass die Daten ihrer Schüler*innen für das Training von KI-Systemen verwendet werden könnten, verstärkte ihre Bedenken erheblich.

Meine Antwort an Anna war klar: Sprich mit der Schulleitung und thematisiere deine Bedenken offen. Es ist wichtig, sich nicht allein auf die Zustimmung zu AGB zu verlassen, die möglicherweise schwer verständlich sind, sondern auch die Datenschutzpraktiken der genutzten Tools genau zu hinterfragen. Letztlich tragen wir als Lehrpersonen eine Mitverantwortung für den Schutz der Daten unserer Schüler*innen. Wir müssen sicherstellen, dass die Technologien, die wir verwenden, sowohl sicher als auch ethisch vertretbar sind.

Das digitale Dilemma, vor dem wir stehen, betrifft nicht nur unsere technischen Möglichkeiten, sondern auch unsere moralische Verantwortung. Als Lehrpersonen tragen wir nicht nur die Verantwortung für den Unterricht, sondern auch für die Sicherheit unserer Schülerinnen – sowohl im Klassenzimmer als auch im digitalen Raum. Und gerade wenn es um KI geht, die ihre Algorithmen mit den Daten unserer Schülerinnen trainiert, müssen wir noch achtsamer sein.

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